Bischof Konrad zu Besuch

Hoher Besuch heute. Bischof Konrad findet die Calmbergstraße auch nicht schön. Unser Projekt aber schon. Ein Beitrag, der vom Bistum Augsburg veröffentlicht wurde:

„Ich bin entsetzt“ – Bischof Konrad besuchte Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Augsburg

Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat die Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber und Flüchtlinge in der Augsburger Calmbergstraße besucht und sich aus erster Hand informiert. Sein Urteil danach: „Ich bin einigermaßen entsetzt, solche Zustände wie hier vorzufinden.“ Da blättert nicht nur die Farbe von der Decke, Toiletten sind nicht nutzbar, Modergeruch herrscht vor, die Wände sind verdreckt, die Heizungen völlig überaltert, der Zustand der Fenster ist schlecht. Bischof Konrad wünscht sich deshalb, dass die Verantwortlichen in der Einrichtung dort öfters vorbeischauen und sich um die Beseitigung dieser Zustände kümmern.

Ich-bin-entsetzt-Bischof-KonradSeine volle Anerkennung hingegen sprach er für das Projekt „Voll dabei“ aus, das das Ehepaar Susanne und Holger Thoma ihm vorstellten. Im Rahmen des Projektes werden nicht nur viele der mehr als 100 männlichen Bewohner aus insgesamt 20 Nationen begleitet. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Fahrradwerkstatt wieder hergerichtet und eine gespendete Küchenzeile eingebaut. Gemeinsam mit Anwohnern wollen sie nun die Gänge verschönern und so eine bessere, menschenfreundlichere Atmosphäre schaffen. „Wir sind der Caritas so dankbar, dass sie uns Ehrenamtliche dabei begleitet, uns eine Andockstelle für unser ehrenamtliches Engagement bietet“, sagte Holger Thoma zum Bischof. „Ansonsten kämen wir hier gar nicht herein.“

Bischof Konrad gab den Behörden wie auch den Ehrenamtlichen einen Wunsch mit auf den Weg. „Wir müssen nicht immer alles neu kaufen. Aber es wird bei uns bis hin zu Heizkörpern so viel weggeworfen, was man hier gut brauchen könnte. Es braucht deshalb mehr Fantasie bei der Lösung dieser Fragen. Da könnten heute so manche vom Organisationstalent lernen, das wir vor der Wende im Osten haben mussten, um an die Dinge heranzukommen, die ansonsten nicht zu bekommen waren.“ Wichtig für ihn ist allerdings, dass die Behörden dem bürgerschaftlichen Engagement hier keine sperrigen Auflagen machen.

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